• HOME
  • |
  • IMPRESSUM
  • |
  • GASTGEBER LOGIN
 
Sommer

Almabtrieb

Da das Futter im Tal in früheren Zeiten nicht für das ganze Vieh ausreichte, trieb man die Tiere im Sommer auf die Alm. Obwohl es sich wirtschaftlich heute nicht mehr rechnet, halten die meisten Bauern an dieser Tradition fest, denn die Almwirtschaft hat in Bayern eine lange Geschichte.

Kaum dass der Schnee auf den Niederalmen verschwunden ist, wird im Berchtesgadener Land das Vieh im Frühsommer aufgetrieben. Eine Sennerin oder ein Senner betreuen die Tiere auf der Alm. Sie bewirten aber auch Wanderer und Spaziergänger mit selbstgemachtem Käse und frischer Kuhmilch.

Um den Almauftrieb wird wenig Aufhebens gemacht. Ganz anders ist dies jedoch, wenn die Zeit des Almabtriebs gekommen ist.

Wenn kein Tier und kein Mensch zu Schaden kam, wird bereits um Bartholomäus (24. August) damit begonnen die sog. „Fuikln“ herzurichten. Als „Fuikln“ bezeichnet man im Berchtesgadener Land den Kopfschmuck der Tiere. Dieser wird sehr aufwendig von der Sennerin oder dem Senner in Handarbeit aus bunten „Schaberbandeln“ hergestellt. Fichtenwipfel werden dann mit bunten Rosetten verziert. Diese Arbeit braucht viel Geschick und Zeit. Diese Kunstwerke kann man danach in den Hergottswinkeln der Bauernhäuser bewundern.

Wenn der Almsommer im Herbst endet, wird das Vieh gesäubert und gekranzt. Die Sennerin geht dann mit Ihrer Herde und einigen Helfern in einer bunten Prozession ins Tal. Dies zieht regelmäßig viele Zuschauer und Besucher an, die nur aus diesem Grund ins Berchtesgadener Land und nach Schönau am Königssee kommen.

Eine große Attraktion ist besonders in Schönau am Königssee der Almabtrieb von der Saletalm und der Fischunkelalm. Diese Almen sind nur mit dem Boot erreichbar, daher müssen die Tiere mit Hilfe von sog. Landauern (große Transportschiffe) über den Königssee zur Seelände gebracht werden. Dieser in Bayern einzigartige Almabtrieb ist in jedem Jahr ein großer Besuchermagnet.

Content Management Software (c)opyright 2000-2011 by HELLMEDIA GmbH