| Almer WallfahrtJedes Jahr in der Woche um "Bartholomeus" (24. August) findet die Almer Wallfahrt von Maria Alm in Österreich nach St. Bartholomä am Königssee über das Steinerne Meer statt. Diese grenzüberschreitende, in Bayern einzigartige Wallfahrt, organisiert von der Musikkapelle Maria Alm, ist immer ein großes Ereignis und zieht viele Besucher nach Schönau am Königssee und ins Berchtesgadener Land. Bis zu 3.000 Gläubige nehmen, je nach Wetterlage jedes Jahr diese beschwerliche Strecke auf sich. Wenn um 3:00 Uhr morgens die Zubringerbusse am Königssee starten ist noch keiner so richtig munter. Nach ca. 1 Stunde Busfahrt erreichen die Pilger Maria Alm. Von dort aus gibt es die Möglichkeit die beschwerliche Strecke mit Hilfe eines Taxibusses noch etwas zu verkürzen, aber dann ist Kondition gefragt. In ungefähr 3 Stunden erklimmt man, noch im Dunkeln das auf 2.177 m auf der Ramseider Scharte gelegenen Riemannhaus. Dort wird Rast gemacht, bevor die Wallfahrt nach einer stimmungsvollen Bergmesse beim Riemannhaus beginnt. Hinter dem Vorgeher marschieren Pfarrer, Musikkapelle Maria Alm und viele hundert Wallfahrer weiter über das Steinerne Meer bis zur Staatsgrenze, wo sie von der bayerischen Polizei empfangen werden und offiziell um Einlass bitten. Dieser Brauch stammt aus früherer Zeit, als noch Zöllner an der Grenze stationiert waren. Dort oberhalb des Funtensees wird dann der Almsegen gespendet, bevor die Schlange der Gläubigen weiter zieht am Funtensee vorbei bis hin zum Kärlingerhaus. Dort erwartet man bereits die vielen hungrigen und durstigen Wanderer. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Nach Ehrenmärschen am Funtenseehaus pilgert die Wallfahrergemeinde über die Saugasse hinunter zum Königssee. Dort am Eisbach begrüßen am späten Nachmittag die Königsseer Holzknechte mit kühlem Bier die erschöpften Wallfahrer. Nach einer kurzen Erholung, die viele Wanderer auch für ein erfrischendes Bad im Königssee nutzen, marschiert man gemeinsam gegen 17:30 Uhr weiter nach St. Bartholomä, wo in der Wallfahrtskirche die Andacht und er Schlusssegen stattfindet. Den ganzen Abend über werden die Wallfahrer von der Königssee Schifffahrt zurück zur Seelände Königssee transportiert. Von dort aus bringt ein Bus-Pendelverkehr die Teilnehmer bei Bedarf auch wieder zurück nach Maria Alm. Diese älteste Hochgebirgswallfahrt Europas soll bis zu Jahr 1635 zurückgehen, als Salzburger Bürger als Dank für die überstandene Pest erstmals über das Hochgebirge nach St. Bartholomä am Königssee unterwegs waren. Bereits im Jahr 1688 wurde die Bartholomä-Wallfahrt erstmals urkundlich erwähnt, als ein offenes Holzboot, ein "Landauer" mit Pilgern kenterte. 71 Gläubige kamen dabei ums Leben. |
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